Willkommen bei frei-made in Ebikon bei Luzern
Bei uns findest du nicht nur eine grosse Auswahl an Stoffen und Mercerie, sondern auch persönliche Beratung, liebevoll handgemachte Unikate, professionelle Änderungen und Reparaturen sowie kreative Nähkurse für Gross und Klein.
Entdecke unsere Stoffwelt, lass dich inspirieren und finde alles, was dein Nähherz höherschlagen lässt.
Neu eingetroffen
Stoffe entdecken
Unsere Spezialität:
beschichtete Stoffe
Beschichtete Baumwolle, Beschichtetes Leinen, Wachstuch, Beschichtetes Canvas, Blache
Beschichtete Stoffe entdecken Alles über A.U Maison
Mercerie:
Alles für dein nächstes
Nähprojekt
Reissverschlüsse, Bänder, Nadeln, Schneidematten, Taschenzubehör, Schnittmuster
Mercerie entdecken
Lust selbst kreativ
zu sein?
Nähkurse und betreutes Nähen – für Kinder und Erwachsene
Nähsets
Material, Schnittmuster, Anleitung: Alles dabei, du kannst sofort loslegen.
Nähsets entdecken
Du nähst nicht selbst?
Kein Problem
Änderungen & Reparaturen
Kürzen, Anpassen, Flicken oder Reissverschluss ersetzen – bring dein Lieblingsstück bei uns vorbei.
Mehr erfahren
frei-made in Ebikon
Luzernerstrasse 28
6030 Ebikon
Hallo, ich bin Corinne.
Nähen ist meine Leidenschaft – und diese teile ich von Herzen gern mit dir. Ob im Laden, im Atelier oder online: Ich freue mich, dich auf deinem kreativen Weg zu begleiten.
Mehr über frei-made
Neu im Blog
Was ist frei-made eigentlich?
Stoffladen, Nähatelier, Änderungen, Nähkurse, Nähabo, Handmade – und noch einiges mehr. Entdecke, was alles hinter frei-made steckt und warum gerade diese Vielfalt für mich frei-made ausmacht.
Beitrag lesen →Das sagen Kundinnen über frei-made
Echte Rückmeldungen von Kundinnen und Kursteilnehmerinnen.
Unsere Partner
Schön, wenn aus Zusammenarbeit echte Verbindungen entstehen. Hier findest du einige Partner, mit denen frei-made verbunden ist.
frei-made.ch - in Ebikon bei Luzern
Tel. direkt oder per SMS/ Whats App:
Corinne Frei +41 79 238 33 07
Email: info@frei-made.ch
Angebotsübersicht frei-made:
Beschichtete Stoffe, Stoffe Meterware, Schnittmuster, Kurzwaren, Nähzubehör, Nähkurse und kreative Handarbeiten in Ebikon von frei-made.
Das Nähatelier frei-made in Ebikon bei Luzern in der Schweiz ist ein bekanntes und sehr beliebtes, familiäres Nähatelier. frei-made.ch von Gründerin und Eigentümerin Corinne Frei verfügt in der Zentralschweiz über die grösste Auswahl an hochwertigen GOTS zertifizierten Stoffen, beschichteten Wachstüchern z.B. von Au Maison, beschichteten Textilien aus Baumwolle, beschichteten Leinenstoffen, Kurzwaren, Nähzubehör, kreative Handarbeiten und inspirierende Nähkurse. Ob Sie ein Stoffgeschäft in der Nähe, einen Stoffladen in der Umgebung oder einen Ort suchen, an dem Sie Stoffe kaufen und sich persönlich beraten lassen können – im Nähatelier frei-made erwartet Sie ein sorgfältig ausgewähltes Sortiment sowie kompetente Unterstützung für jedes Nähprojekt. Kundinnen und Kunden aus Ebikon, Luzern und der ganzen Schweiz schätzen die
Kombination aus hochwertiger Meterware, persönlicher Beratung und einem vielseitigen Angebot rund ums Nähen.
Das Herzstück von frei-made
ist die grosse Auswahl an Stoffen als Meterware. Ob Baumwollstoffe, Bio-Baumwolle, Jersey, GOTS-zertifizierter Jersey, French Terry, Sommersweat, Sweatstoffe, Canvas, beschichteter Canvas, Popeline, Viskose, Leinen, beschichtetes Leinen, Cord, Jeansstoffe, Softshell,
Walkstoffe, Teddyplüsch oder Fleece – für nahezu jedes kreative Projekt finden Sie den passenden Stoff. Besonders gefragt ist hochwertiger Musselin Stoff. Das Nähatelier frei-made bietet Musselin Stoff bzw. Double Gauze als Meterware in zahlreichen Farben und Designs für Babykleidung, Kinderkleidung, Kleidung, Accessoires, Decken, Nuschi, Heimtextilien und liebevolle Geschenkideen. Wer Musselin Stoff kaufen, Musselin Stoff bestellen oder Musselin Stoff als Meterware sucht, findet
bei frei-made hochwertige Qualitäten für kreative Nähprojekte.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf beschichteten Stoffen für den Alltag.
Besonders beliebt sind beschichtete Stoffe, beschichtete Baumwolle als Meterware, beschichtete Baumwollstoffe, beschichtetes Leinen, Wachstuch sowie beschichtetes Canvas. Diese Stoffe eignen sich hervorragend für Tischdecken, Lunchbags, Necessaires, Taschen, Wickelunterlagen,
Kinderartikel und viele weitere Projekte, bei denen Strapazierfähigkeit und Pflegeleichtigkeit gefragt sind. Eine Spezialität von frei-made ist die grosse Auswahl an Wachstuch von Au Maison, beschichtetem Leinen von Au Maison und den vielen extra beschichteten Baumwollstoffen insbesondere auch mit Kindermotiven.Wer Wachstuch kaufen, Wachstuch bestellen oder Wachstuch als Meterware für individuelle Tischdecken und
Dekorationen sucht, findet bei frei-made eine unglaublich grosse Auswahl.
Neben Stoffen bietet frei-made ein umfassendes Sortiment an Kurzwaren und Nähzubehör. Hier finden Sie alles, was für
professionelle und kreative Näharbeiten benötigt wird. Dazu gehören Nähgarne, Overlockgarne, Stickgarne, Maschinennadeln, Universalnadeln, Jerseynadeln, Jeansnadeln, Stretchnadeln, Overlocknadeln, Stecknadeln, Wonder Clips, Rollschneider, Schneidematten, extra grosse selbstheilende Schneidematten, Stoffscheren, Stickscheren, Fadenscheren, Massbänder, Schneiderkreide, Markierstifte, Nahttrenner, Fingerhüte, Einfädler, Reissverschlüsse, endlose Reissverschlüsse Druckknöpfe, Jersey-Druckknöpfe, Magnetverschlüsse, Knöpfe, Ösen, Nieten, Karabiner, D-Ringe, Leiterschnallen, Gurtbänder, Schrägbänder, Paspeln, Spitzen und zahlreiche weitere Kurzwaren. Wer hochwertigen Nähbedarf kaufen oder Stoff und Nähzubehör aus einer Hand beziehen möchte, findet bei
frei-made alles für kleine und grosse Projekte.
Auch Patchwork- und Quiltbegeisterte kommen auf ihre Kosten. Patchworkstoffe,
Quiltstoffe, Volumenvliese, Patchworklineale, Schneidewerkzeuge und weiteres Zubehör ermöglichen präzise Arbeiten und kreative Einzelstücke. Für Taschen, Wohnaccessoires, Kinderzimmer, Dekorationen oder Bekleidung stehen hochwertige Stoffe und passendes Zubehör bereit, sodass jedes Projekt professionell umgesetzt werden kann.
frei-made ist nicht nur ein Stoffgeschäft, sondern auch ein modernes Nähatelier mit einem vielseitigen Kursangebot. In den Nähkursen lernen Anfängerinnen und Anfänger die Grundlagen des Nähens und den sicheren Umgang mit der Nähmaschine. Fortgeschrittene vertiefen ihre Kenntnisse in den Bereichen Bekleidungsnähen, Taschennähen oder Overlock. Kindernähkurse, Ferienkurse, Workshops und individuelle Privatlektionen
fördern Kreativität und handwerkliches Können. Im betreuten Nähen können eigene Projekte unter fachkundiger Begleitung umgesetzt werden.
Darüber hinaus bietet frei-made zahlreiche Nähpakete zum Selbernähen sowie
kreative Ideen für individuelle Geschenke. Handgemachte Taschen, Accessoires, Wohntextilien, Nuschi, Babyartikel, Kindergartentaschen, Wickelschals und viele weitere Einzelstücke zeigen, wie vielseitig Stoffe verarbeitet werden können. Wer ein besonderes Weihnachtsgeschenk
oder eine kreative Geschenkidee sucht, findet bei frei-made hochwertige Materialien, Gutscheine, DIY-Sets und liebevoll ausgewählte Produkte für
kreative Menschen.
Die persönliche Beratung gehört seit jeher zu den grössten Stärken von frei-made. Gemeinsam mit den Kundinnen und
Kunden werden passende Stoffe, Kurzwaren, Schnittmuster und Materialien
ausgewählt. Ganz gleich, ob Sie Musselin Stoff kaufen, beschichtete Baumwolle als Meterware suchen, Wachstuch für eine Tischdecke benötigen oder Stoffe für Kleidung, Taschen, Patchwork oder Heimtextilien auswählen möchten – bei frei-made erhalten Sie kompetente Unterstützung und individuelle Empfehlungen.
frei-made in Ebikon bei Luzern im Herzen der Schweiz verbindet hochwertige Stoffe, erstklassige Kurzwaren, professionellen Nähbedarf, moderne Nähkurse und persönliche Beratung zu einem einzigartigen Einkaufserlebnis. Wer nach einem Stoffladen in der Nähe, einem Stoffgeschäft in der Umgebung oder einem Fachgeschäft für Stoffe, Meterware, Kurzwaren und Nähzubehör sucht, findet bei frei-made eine der vielseitigsten Adressen der Schweiz. Hochwertige Produkte, fundiertes
Fachwissen, kreative Inspiration und echte Leidenschaft für das Nähen machen frei-made zum idealen Partner für Anfänger, Fortgeschrittene und
Profis.
frei-made
Corinne Frei
Luzernerstrasse 28
6030 Ebikon
Schweiz
E-Mail: info@frei-made.ch
www.frei-made.ch
www.freimade.ch
Tel. direkt: 079 238 33 07
SMS / Whats App: 079 238 33 07
Vom Faden zum Stoff – eine Geschichte, die die Schweiz und frei-made geprägt hat
Stoff begleitet uns jeden Tag. Wir tragen ihn auf der Haut, schlafen darin, richten unsere Räume damit ein und schützen uns damit vor Kälte, Sonne, Wind und Wetter. Textilien sind so selbstverständlich geworden, dass wir kaum noch darüber nachdenken, wie viel Wissen, Arbeit und Geschichte in einem Stück Stoff stecken.
Dabei beginnt die Geschichte eines Stoffes lange bevor er zugeschnitten und vernäht wird.
Aus einer Faser wird ein Garn. Aus Garn entsteht durch Weben, Stricken oder andere textile Techniken eine Fläche. Diese wird gefärbt, bedruckt, bestickt oder anderweitig veredelt. Erst danach wird daraus das Material, das wir als Stoff kennen.
Gerade in der Schweiz ist diese Geschichte besonders spannend. Denn Textilien waren über Jahrhunderte nicht einfach ein Handwerk. Sie waren ein bedeutender Teil der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes.
Am Anfang steht die Faser
Jeder Stoff beginnt mit einem Rohstoff.
Seit Jahrtausenden nutzt der Mensch Fasern, die in der Natur vorkommen. Dazu gehören beispielsweise Flachs für Leinen, Wolle von Schafen, Seide aus den Kokons der Seidenraupe oder später Baumwolle.
Mit der Industrialisierung und der Entwicklung neuer Verfahren kamen weitere Fasern hinzu. Heute reicht die textile Welt von klassischen Naturfasern über regenerierte Cellulosefasern bis zu synthetischen Fasern.
So unterschiedlich ihre Herkunft ist, eines verbindet sie: Aus einzelnen Fasern muss zunächst ein verarbeitbarer Faden entstehen.
Vom Rohstoff zum Garn
Beim Spinnen werden Fasern geordnet, gestreckt und miteinander zu einem Garn verbunden.
Was heute hochpräzise Maschinen erledigen, war während Jahrhunderten aufwendige Handarbeit. Spindel und später Spinnrad gehörten zu den wichtigsten Werkzeugen der Textilherstellung.
Auch in der Schweiz war das Spinnen lange ein wichtiger Erwerbszweig. Die Arbeit fand dabei nicht nur in Werkstätten statt. Ein erheblicher Teil der textilen Produktion erfolgte zu Hause.
Textilgeschichte ist deshalb auch Sozialgeschichte.
Viele Familien waren direkt oder indirekt an der Herstellung beteiligt: Menschen spannen Garn, andere webten, stickten oder veredelten die fertigen Gewebe. Händler wiederum organisierten Rohstoffe, Produktion und Verkauf.
Wie aus Garn Stoff entsteht
Ein Garn allein ist noch kein Stoff.
Eine der ältesten und wichtigsten Methoden zur Herstellung textiler Flächen ist das Weben. Dabei werden zwei Fadensysteme miteinander verbunden.
Die längs verlaufenden Fäden bilden die Kette. Der quer dazu eingebrachte Faden wird als Schuss bezeichnet.
Je nachdem, wie diese Fäden miteinander verkreuzt werden, entstehen unterschiedliche Bindungen und damit Stoffe mit völlig verschiedenen Eigenschaften.
Neben dem Weben spielen weitere Techniken eine wichtige Rolle. Beim Stricken oder Wirken werden beispielsweise Maschen gebildet. Dadurch können wesentlich elastischere textile Flächen entstehen.
Bereits an dieser Stelle entscheidet sich ein grosser Teil dessen, was wir später fühlen: Ist ein Stoff fest oder weich? Dehnbar oder formstabil? Fein oder grob? Leicht oder schwer?
Veredelung – wenn der Stoff seinen Charakter erhält
Nach der Herstellung der textilen Fläche ist der Stoff häufig noch lange nicht fertig.
Er kann gewaschen, gebleicht, gefärbt, bedruckt, aufgeraut, geglättet, beschichtet oder bestickt werden.
Unter dem Begriff Textilveredelung werden zahlreiche Verfahren zusammengefasst, durch die Aussehen, Griff oder technische Eigenschaften eines Textils verändert werden.
Gerade hier entwickelte die Schweiz über Jahrhunderte aussergewöhnliches Know-how.
Und damit beginnt ein Kapitel, das die wirtschaftliche Geschichte unseres Landes entscheidend mitprägte.
Die Schweiz – einst eine Textilnation
Wer heute an die traditionelle Schweizer Wirtschaft denkt, denkt vielleicht zuerst an Uhren, Maschinen, Banken oder die Pharmaindustrie.
Historisch müsste jedoch ein weiterer Begriff ganz weit vorne stehen:
Textilien.
Die Textilproduktion gehörte zu den wichtigsten Grundlagen der frühen Schweizer Exportwirtschaft.
Besonders bedeutend waren Regionen der heutigen Kantone Zürich, Glarus, Aargau, Basel, Appenzell, Thurgau und St. Gallen.
St. Gallen und die Leinwand
In der Ostschweiz entwickelte sich bereits ab dem Mittelalter ein bedeutendes Leinwandgewerbe.
St. Gallen stieg schliesslich zu einem der wichtigsten Zentren auf. Entscheidend war dabei nicht nur die Menge der produzierten Stoffe, sondern deren Qualität.
Gewebe wurden kontrolliert und die Verarbeitung unterlag strengen Vorgaben. Bleichen, Färben und weitere Veredelungsverfahren entwickelten sich zu wichtigen Kompetenzen.
So entstand etwas, das wir heute als Marke bezeichnen würden:
Schweizer Textilien standen für Qualität.
Diese Reputation ermöglichte den Handel weit über die Region hinaus.
Dann kam die Baumwolle
Im 18. Jahrhundert veränderte Baumwolle die europäische Textilwirtschaft grundlegend.
Auch die Schweiz wurde zu einem wichtigen Zentrum der Verarbeitung.
Um 1790 nahm die damalige Schweiz in der europäischen Baumwollverarbeitung nach England sogar eine führende Position ein.
In zahlreichen Regionen wurde gesponnen, gewoben und bedruckt.
Damit entstand ein Produktionsnetzwerk, das weit über einzelne Fabriken hinausging. Ganze Dörfer und Familien waren in die textile Wertschöpfung eingebunden.
Indiennes – Stoffe verändern die Mode
Eine besondere Rolle spielten farbenprächtig bedruckte Baumwollstoffe, sogenannte Indiennes.
Die ursprünglich aus Indien stammenden Stoffe begeisterten Europa durch ihre Farben und Muster.
Als Frankreich Herstellung und Einfuhr zeitweise einschränkte, entwickelte sich die Produktion unter anderem in Genf und Neuenburg stark weiter.
1785 produzierte die Fabrique-Neuve in Cortaillod rund 160'000 Stoffbahnen und gehörte damit zu den bedeutendsten Herstellern Europas.
Doch zu dieser Erfolgsgeschichte gehört auch ein schwieriges Kapitel.
Schweizer Textilien waren teilweise in koloniale Handelsstrukturen und den transatlantischen Sklavenhandel eingebunden. Indiennes wurden unter anderem als Handelsware eingesetzt; einzelne Schweizer Kaufleute und Unternehmen waren zudem finanziell an diesem System beteiligt.
Auch dieser Teil gehört zu einer vollständigen Geschichte der Schweizer Textilindustrie.
Textilien treiben die Industrialisierung voran
Um 1800 begann sich die Herstellung grundlegend zu verändern.
Maschinen konnten Arbeitsschritte übernehmen, die zuvor unzählige Menschen von Hand ausgeführt hatten.
1801 wurde im ehemaligen Kloster St. Gallen eine mechanische Baumwollspinnerei eingerichtet. Sie gehörte zu den frühen Unternehmen der Schweizer Industrialisierung.
Spinnmaschinen, mechanische Webstühle und später Stickmaschinen erhöhten die Produktionsleistung enorm.
Die Textilbranche wurde damit zu einem wichtigen Motor der Industrialisierung der Schweiz.
Eine Industrie mit enormer Bedeutung
Um 1870 erreichte die Schweizer Textilindustrie einen historischen Höhepunkt.
Knapp 150'000 Menschen arbeiteten damals in diesem Bereich. Das entsprach ungefähr 12 Prozent aller Erwerbstätigen der Schweiz.
Besonders stark war die Branche in der Ostschweiz sowie in Teilen der Nordwestschweiz vertreten.
Textilien waren damit nicht irgendeine Industrie.
Sie gehörten zu den wirtschaftlichen Fundamenten der modernen Schweiz.
St. Galler Stickerei erobert die Welt
Eine besondere Erfolgsgeschichte begann in der Ostschweiz mit der Stickerei.
Was zunächst von Hand hergestellt wurde, entwickelte sich durch mechanische Stickmaschinen zu einer international bedeutenden Industrie.
St. Gallen wurde zum Zentrum eines Produktionsgebietes, das weit über die Kantons- und Landesgrenzen hinausreichte.
Entwürfe, Garne, Maschinen, Stickereien und Handelsunternehmen bildeten ein eng miteinander verbundenes Netzwerk.
Um 1910 machte die Stickerei rund 18 Prozent des gesamten Schweizer Exports aus und war damit zeitweise der grösste Exportzweig des Landes.
In St. Gallen, im Thurgau und in beiden Appenzell lebte mehr als ein Fünftel der Bevölkerung direkt oder indirekt von dieser Branche.
Stoff war damals nicht nur Mode.
Stoff war Wirtschaft. Arbeit. Technologie. Handel. Und Identität.
Vom Massenprodukt zum Spezialwissen
Das 20. Jahrhundert brachte einen tiefgreifenden Wandel.
Internationale Konkurrenz, tiefere Produktionskosten in anderen Ländern, neue Materialien und veränderte Mode führten dazu, dass grosse Teile der klassischen Textilproduktion aus der Schweiz verschwanden.
Besonders einschneidend waren der Erste Weltkrieg und der Modewandel der 1920er-Jahre für die Ostschweizer Stickereiindustrie.
Eine Region, die über Jahrzehnte von Textilien gelebt hatte, musste sich neu orientieren.
Doch das textile Wissen verschwand nicht vollständig.
Es veränderte sich.
Schweizer Textilien heute
Heute wird ein grosser Teil der alltäglichen Textilien ausserhalb der Schweiz produziert.
Die Bedeutung der Schweizer Textilbranche liegt deshalb nicht mehr primär in möglichst grossen Produktionsmengen.
Ihre Stärke liegt zunehmend dort, wo Know-how, Entwicklung, Präzision, besondere Materialien, Design und spezialisierte Anwendungen gefragt sind.
Textilien begegnen uns längst nicht mehr nur als Kleid oder Vorhang.
Moderne textile Materialien finden sich beispielsweise in Architektur und Innenräumen, im Gesundheitswesen, in Schutzbekleidung, Mobilität und Industrie sowie in zahlreichen technischen Anwendungen.
Damit schliesst sich ein bemerkenswerter Kreis.
Aus einem jahrhundertealten Handwerk ist eine hoch spezialisierte Wissens- und Technologiebranche entstanden.
Und trotzdem beginnt alles mit einem Faden
Trotz aller technischen Entwicklung hat sich das Grundprinzip kaum verändert.
Am Anfang steht eine Faser.
Aus Fasern entsteht Garn.
Aus Garn entsteht eine textile Fläche.
Und aus dieser Fläche kann beinahe alles werden:
ein Kleidungsstück, ein Vorhang, ein Kissen, eine Tischdecke, ein funktionelles Textil oder ein vollständig neu entwickeltes Produkt.
Genau darin liegt für uns die Faszination von Stoff.
frei-made – wenn aus Stoff eine Idee wird
Bei frei-made betrachten wir Stoff deshalb nicht einfach als Material, das man meterweise kauft.
Wir sehen darin einen Ausgangspunkt.
Für Gestaltung. Für Funktion. Für Räume. Für Produkte. Und für neue Ideen.
Das Wissen über Materialien, deren Eigenschaften und deren Verarbeitung entscheidet darüber, ob aus einer Idee am Ende auch ein überzeugendes Produkt entsteht.
Dabei verbinden wir textile Erfahrung mit analytischem Denken, Entwicklung und Gestaltung.
Wir begleiten Privatkundinnen und Privatkunden ebenso wie Unternehmen bei textilen Projekten – vom passenden Material bis zur individuellen Umsetzung.
Und gerade bei Neuentwicklungen beginnt unsere Arbeit manchmal lange bevor überhaupt klar ist, welcher Stoff am Ende eingesetzt wird.
Denn nach Jahrhunderten Schweizer Textilgeschichte gilt noch immer:
Jedes textile Produkt beginnt mit einer Idee – und einem Faden.
frei-made.ch in Ebikon - Luzern
Herzlichst,
Ihre Corinne Frei
Gründerin und Inhaberin frei-made